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VonHarry

Feinstaubsensor

Die Dokumentation vom 10.07.2017 in der ARD um 22:15 Uhr Keine Luft zum Atmen hat uns angeregt, das Thema Feinstaub mal intensiver zu durchleuchten.

Menschen, die täglich mit Atemwegserkrankungen kämpfen, Autokonzerne, die mit zu hohen Schadstoffwerten tricksen, eine Politik, die jahrelang gezielt wegschaut. Wer ist verantwortlich für die schlechte Luft in Deutschlands Städten?

Wir stellten uns die Frage, was ist mit der Feinstaubbelastung vor unserer Haustür?
Wir fanden heraus, das sich in Städten wie Stuttgart sich die Menschen organisieren und selber messen und veröffentlichen!
Das können wir in Berlin doch auch dachten wir und mit freundlicher Unterstützung Luftdateninfo fanden wir auf ihrer Seite eine Bauanleitung für Feinstaubmessung
Wir installieren auf unserem Server einen Bereich, wo wir die Messdaten in den Bezirken öffentlich stellen!

Die Feinstaubkarte für Berlin gibt einen aktuellen Überblick

Wir werden versuchen ab Oktober 2017 einen Bauabend für die Feinstaubmessgeräte anzubieten. Der Selbstkostenbeitrag beträgt ca. 50 €

VonHarry

Feinstaub

Grund für das Projekt ist der Beitrag im Ersten

Keine Luft zum Atmen

Mehr Info zum Feinstaub findet ihr unter http://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub

Was ist Feinstaub (PM)?

Der Begriff Feinstaub geht auf die 1989 eingeführte Bezeichnung für Particulate Matter (kurz PM) zurück, die von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA erfunden wurde. Es handelt sich dabei um jenen Teil der Immission, der eingeatmet werden kann und für die gesundheitliche Belastung der Menschen relevant ist.

Was versteht man genau unter PM 10 und PM 2,5?

Als PM 10 bezeichnet man die einatembare Feinstaubfraktion mit einem aerodynamischen Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer (1 Mikrometer = 0,001 mm). Unter PM 2,5 versteht man noch kleinere Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser bis zu 2,5 Mikrometer, die bis in die Lungenbläschen vordringen können.

Macht Feinstaub tatsächlich krank?

In welcher Form der Kontakt mit Feinstaub zu einer bestimmten Erkrankung führt, hängt von seiner Toxizität, von der Größe der Teilchen, aber auch vom Gesundheitszustand und Alter der betroffenen Personen ab. Bislang konnte keine Schwellenkonzentration abgeleitet werden, unter der keine Gefahr für die Gesundheit besteht. Das bedeutet, dass auch sehr geringe Konzentrationen (entsprechend geringere) negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben.

PM10 wird im Nasen- und Halsbereich abgefangen und führt vor allem zu Atemwegsbeschwerden, wie Halsweh, Husten oder Asthmaanfällen.

Die feineren PM1 und PM2.5- Partikel dringen bis in die Lungenbläschen vor, werden auf diesem Weg ins Blut aufgenommen und können sogar die Blut-Hirnschranke überwinden. Der Ultrafeinstaub ist verbunden mit Herz-Kreislaufbeschwerden, Herzrhythmusstörungen und Herzinfarkten. Risikogruppen sind Kinder, ältere und vorgeschädigte Menschen. Die momentan gültigen gesetzlichen Vorschriften beschränken die Immissionskonzentration von PM10. Vom Standpunkt der Gesundheitsauswirkungen wird auf Seiten der EU-Kommission überlegt, auch Immissionsgrenzwerte für PM2,5 vorzuschlagen, da diese eine bessere Korrelation zwischen Konzentrationen und Gesundheitsauswirkungen haben. Es wird jedoch nicht daran gedacht, die derzeit gültigen Grenzwerte für PM10 in Frage zu stellen.

  • Umwelt: Kommission verlangt von ÖSTERREICH, DEUTSCHLAND und der SLOWAKEI Maßnahmen gegen Luftverschmutzung

ÖsterreichDeutschland und die Slowakei schützen ihre Bevölkerung nicht ausreichend vor der Belastung durch Feinstaub (PM10). Diese winzigen Teilchen kommen in Industrie-, Straßenverkehrs- und Heizungsabgasen vor und können Asthma, Herz-Kreislauf-Probleme und Lungenkrebs verursachen sowie die Lebenserwartung verkürzen. Das EU-Recht verpflichtet die Mitgliedstaaten, die Exposition ihrer Bürger gegenüber diesen Teilchen einzudämmen, indem es spezifische Grenzwerte für jedes Luftqualitätsgebiet festlegt. Aus den jüngsten Berichten der Mitgliedstaaten geht hervor, dass der Tagesgrenzwert für PM10 in einigen Gebieten der genannten Länder nach wie vor überschritten wird.

In Österreich ist dies in Graz der Fall, in Deutschland in Stuttgart und Leipzig. In der Slowakei liegt die Belastung in sechs Gebieten über dem PM10-Tagesgrenzwert: Bratislava, Banskobystrický kraj, Košice, Žilinský kraj und Košický kraj. Nach Dafürhalten der Kommission haben die betreffenden Länder Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung, die es seit 2005 geben sollte, nicht ergriffen. Sie werden daher aufgefordert, zukunftsorientiert, rasch und wirksam tätig zu werden, damit der Verstoß gegen das EU‑Recht so schnell wie möglich abgestellt wird. Der heutige Schritt – die Übermittlung einer mit Gründen versehenen Stellungnahme – folgt auf ergänzende Aufforderungsschreiben, die der Slowakei am 22. Februar 2013 und Österreich und Deutschland am 26. April 2013 übermittelt worden waren. Falls die Mitgliedstaaten nicht reagieren, kann die Kommission den Gerichtshof der Europäischen Union anrufen.